Unter dem Motto „Generations in Dialogue“ förderte die Veranstaltung, die in einem hybriden Format organisiert wurde, den Austausch von Perspektiven zwischen Teilnehmenden mit unterschiedlichen Hintergründen und hob die Bedeutung von Zusammenarbeit als Motor für Maßnahmen zur Bewältigung globaler Herausforderungen hervor. Die Veranstaltung fand am 27. Februar statt.
„YCF 2.0 hat einen gemeinsamen Raum geschaffen, in dem junge Führungskräfte und erfahrene Fachleute zusammenarbeiteten, um praktische Antworten auf globale Herausforderungen zu entwickeln“, sagte Aieshah Balmori, Co-Leiterin des Projekts. Die philippinische Forscherin betonte, dass diese Form der Zusammenarbeit „nicht optional, sondern entscheidend ist, um von der Diskussion zum Handeln zu gelangen“.
Ein globaler Raum für Austausch
Das Forum, organisiert vom European Network of Filipino Diaspora (ENFiD), brachte Teilnehmende aus Europa, Asien, Afrika und Amerika zusammen. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Organisationen durchgeführt und erhielt finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union im Rahmen des Projekts Innov8peace.
Während der Eröffnung betonte DI Abdallah Sharief, Präsident der United Nations Correspondents Association Vienna (UNCAV), den Wert, aufstrebende und etablierte Akteure in einem gemeinsamen Raum zusammenzubringen. Er hob hervor, dass fast zwei Drittel der Teilnehmenden zwischen 15 und 34 Jahre alt waren.
Billy Batware, Programmbeauftragter beim Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), erläuterte seinerseits, wie generationenübergreifende Zusammenarbeit dazu beitragen kann, aufkommende Herausforderungen wie Cyberkriminalität zu bewältigen. Dabei betonte er die Notwendigkeit, digitale Verantwortung zu stärken und die Resilienz gegenüber Online-Bedrohungen zu erhöhen.
Technologie mit menschlichem Fokus
Die thematischen Sitzungen und Workshops legten besonderen Wert auf eine kritische Auseinandersetzung mit neuen Technologien, insbesondere mit künstlicher Intelligenz (KI). Adriana Dergam, Projektdirektorin des Prague Centre for Media Skills, warnte, dass KI nicht neutral sei und verantwortungsvoll gesteuert werden müsse, um eine Vertiefung von Ungleichheiten oder eine Schwächung von Institutionen zu vermeiden.
„AI impacts you directly“, erinnerte sie und forderte die Teilnehmenden auf, bei der Entwicklung und Anwendung dieser Technologien einen menschenzentrierten Ansatz zu verfolgen.
Die Kurzpräsentationen von Studierenden unterstrichen diese Perspektive und behandelten Themen wie die Rolle von Bildung in der generationenübergreifenden Zusammenarbeit sowie die Auswirkungen von KI auf die Zukunft europäischer Gesellschaften.
Jugend und Handeln mit institutioneller Unterstützung
Das Forum legte zudem einen Schwerpunkt auf Inklusion und den Kampf gegen Diskriminierung. Linda Tinio-Le Douarin aus dem Sektor für Sozial- und Humanwissenschaften der UNESCO hob globale Initiativen gegen Rassismus hervor und betonte, wie wichtig es ist, Maßnahmen an lokale Kontexte anzupassen.
Parallel dazu bekräftigte der Generalkonsul der Philippinen in Österreich, Zoilo Velasco, das Engagement für Jugendbeteiligung und internationale Zusammenarbeit.
Von der Reflexion zum Handeln
Die Arbeitssitzungen umfassten Diskussionen über die Rolle von Technologie im Friedensaufbau sowie interaktive Workshops, die darauf abzielten, den Austausch von Ideen in konkrete Lösungen zu überführen. Im Skill Exchange Marketplace arbeiteten Teilnehmende unterschiedlichen Alters gemeinsam an der Entwicklung von Initiativen zur Bewältigung globaler Herausforderungen.
Ein weiterer zentraler Aspekt war die persönliche Entwicklung als Grundlage für Führung. „Innere Transformation ist es, die uns die Stabilität gibt, zu echten Changemakern zu werden“, erklärte Valentin Pfaffenwimmer in einer der parallelen Sitzungen.
Aufbau nachhaltiger Partnerschaften
Das Forum endete mit einem Aufruf, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen in den lokalen Gemeinschaften umzusetzen. Die Organisatoren unterstrichen, dass die Wirkung des YCF über die Veranstaltung hinausgeht, indem nachhaltige Partnerschaften gefördert werden. „Beim YCF geht es nicht nur um die Gespräche, die wir hier beginnen, sondern um die Partnerschaften, die wir weit über das Forum hinaus weiter aufbauen“, sagte Programmleiter Andy Peñafuerte III.
In ihren abschließenden Worten hob Maria Riehl von der Frauenföderation für Weltfrieden in Österreich die wachsende Rolle junger Menschen als treibende Kräfte des Wandels hervor und rief dazu auf, die Erfahrungen älterer Generationen einzubeziehen, um die gemeinsame Wirkung zu maximieren.
Die generationenübergreifende Zusammenarbeit bereichert nicht nur den Dialog, sondern ist entscheidend für die Entwicklung inklusiver, nachhaltiger und zukunftsorientierter Lösungen, so lautete die zentrale Botschaft des Youth Changemakers Forum 2.0.