Im traditionellen chinesischen Kalender markiert der Übergang von der Holz-Schlange zum Feuerpferd – ein Zeichen, das sich nur alle sechzig Jahre wiederholt – einen besonders bedeutenden Zyklus. Diese Phase wird mit Energie, Transformation und Dynamik verbunden und gilt traditionell als günstige Zeit für neue Anfänge und wichtige Entwicklungen.
Der Abend begann mit der Begrüßung durch die Moderatorin Maria Gasser, die die Bedeutung des Pferdes in der chinesischen Tradition als Symbol für Energie, Freiheit, Abenteuergeist und Tatkraft hervorhob. Als zentraler Programmpunkt fand das traditionelle „Erwecken der Löwen“ statt, durchgeführt von Ehrengästen, darunter S. E. Qi Mei, Botschafterin der Volksrepublik China in Österreich, Gesandter, Botschaftsrat Herr YIN Haigang, der Unternehmer Gernot Maier sowie Dr. Barbara Good von der Universität Wien. Dieses Ritual symbolisiert die Belebung des Löwen als schützendes Wesen, das negative Energien vertreiben und Glück bringen soll.
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In ihrem Grußwort betonte S. E. Qi Mei die positive Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen China und Österreich und verwies darauf, dass sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auch im Jahr 2025 weiter vertieft habe. Zugleich hob sie die Rolle des Konfuzius-Instituts als wichtige Brücke für den kulturellen und bildungsbezogenen Austausch hervor. Darüber hinaus wies sie darauf hin, dass das Institut in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, und sprach dem ehemaligen Institutsdirektor Prof. Richard Trappl ihren besonderen Dank für seinen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung des Instituts aus.
Die Direktoren Dr. Padraig Lysaght (österreichischer Direktor) und Prof. Dr. Yao Xiaozhou (chinesischer Direktor) begrüßten die Gäste und unterstrichen die Bedeutung des Frühlingsfests als wichtigstes traditionelles Fest Chinas, eine Zeit der familiären Zusammenkunft, der Hoffnung und der Erneuerung. Sie erinnerten zudem daran, dass das Frühlingsfest im Jahr 2024 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde.
In ihren Ausführungen verwiesen sie auf die kontinuierliche Entwicklung des Konfuzius-Instituts, die sich im Anstieg der Kursangebote, der Teilnehmendenzahlen sowie der kulturellen Programme widerspiegelt, und betonten die Erweiterung des Bildungs- und Kulturangebots. Als Beispiel wurde die Dokumentationsreihe „Treffpunkt China–Österreich“ genannt, die über OKTO TV sowie China Radio International ausgestrahlt wird und den interkulturellen Dialog sichtbar macht.
Dr. Barbara Good, Leiterin für Internationale Beziehungen der Universität Wien, hob ihrerseits die Rolle des Instituts als Schnittstelle zwischen Sprache, Kultur und Wissenschaft hervor und unterstrich die Bedeutung eines nachhaltigen akademischen und kulturellen Austauschs. Zudem würdigte sie die Leistungen während der langjährigen österreichischen Leitung durch Prof. Richard Trappl.
Das Programm wurde durch ein vielfältiges künstlerisches Rahmenprogramm ergänzt, darunter musikalische Darbietungen, unter anderem eine Zither-Interpretation von Wang Ming, eine eindrucksvolle Shaolin-Kung-Fu-Vorführung durch Mitglieder des Shaolin Tempel Österreich (奥地利少林文化中心) unter der Leitung von Großmeister Shi Yan Liang.
Die traditionelle Tombola wurde unter anderem durch Preise von Partnerinstitutionen wie der Spanischen Hofreitschule, Transgourmet und dem Österreichischen Musiktheaterpreis unterstützt.
Laut Angaben der Stadt Wien leben rund 12.442 Menschen chinesischer Herkunft sowie 8.718 chinesische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Wien und tragen durch ihr Engagement in Bildung, Kultur und Integration wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
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Konfuzius-Institut in Österreich
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